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Freizeit
30.06.2026
30.06.2026 19:55 Uhr

Seniorenausflug nach Rapperswil

Spaziergang auf dem Schlosshügel bei sommerlichen Temperaturen.
Spaziergang auf dem Schlosshügel bei sommerlichen Temperaturen. Bild: Werner Frieden
Die Senioren der Seelsorgeeinheit Obersee erlebten kürzlich einen gelungenen Sommerausflug in Rapperswil mit Besichtigung von Schloss und Stadtpfarrkirche St. Johann.

Die Senioren der Seelsorgeeinheit Obersee mit den Gemeinden Schmerikon, Uznach, Ernetschwil, Rieden und Gommiswald trafen sich am Dienstag, 23. Juni, zum gemeinsamen Ausflug nach Rapperswil beim Bahnhof Schmerikon.

Nach dem Appell erhielten alle Teilnehmenden ein erfrischendes Fläschchen Wasser – eine Geste, die bei den hochsommerlichen Temperaturen dankbar angenommen wurde. Das Wetter meinte es mehr als gut mit uns: Bei über 30 Grad wurde der Ausflug zur schweisstreibenden, aber dennoch rundum gelungenen Unternehmung.

Das Schloss

Die erste Station unseres Programms war das Schloss Rapperswil. Nach einem kurzen Spaziergang versammelten wir uns vor der imposanten Anlage. Aufgrund der grossen Teilnehmerzahl von über 50 Personen wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt.

Ortsverwaltungsrat und Historiker Basil Vollenweider (stehend) gab spannende Einblicke in die 700-jährige Schlossgeschichte. Bild: Werner Frieden

Der Ortsverwaltungsrat und sein Team gewährten uns spannende Einblicke in die rund 700-jährige Geschichte des Schlosses. Vielen war das Schloss zwar bereits bekannt, doch nach der umfassenden Renovation, die 2024 abgeschlossen wurde, präsentiert sich das Innere in neuem Glanz. Besonders beeindruckend ist die gelungene Verbindung von historischen Mauern mit modernem Sichtbeton, ohne dabei den ursprünglichen Charakter zu verlieren.

Künstlerische Installation im Schloss. Bild: Werner Frieden

Und wer weiss – vielleicht treibt der sagenumwobene Schlossgeist noch immer irgendwo sein Unwesen? Die eindrückliche Inszenierung im Wehrgang, welche die Bevölkerung von Rapperswil und die Vereidigung des «Gügelers» mit Licht- und Toneffekten darstellt, liess jedenfalls einige Besucherinnen und Besucher leicht erschaudern.

Die Kirche

Nur wenige Meter vom Schloss entfernt besuchten wir anschliessend die Stadtpfarrkirche St. Johann. Die heutige Kirche wurde 1885 neu erbaut, nachdem der Vorgängerbau einem Brand zum Opfer gefallen war. Ihre Ursprünge reichen jedoch ebenfalls über 700 Jahre zurück.

Kirchenhistoriker Rudolf Pranzl (stehend) erläuterte die Geschichte der Rapperswiler Kirche St. Johann. Bild: Werner Frieden

Der Kirchenhistoriker Rudolf Pranzl verstand es hervorragend, uns die bewegte Geschichte lebendig näherzubringen. Mit viel Wissen und charmanten Anekdoten fesselte er die Zuhörenden.

Ein Umbau der Kirche ist bereits geplant – und so mancher hegte die Hoffnung, dass dabei auch der etwas in die Jahre gekommene Bodenbelag, der an ein Badezimmer vergangener Zeiten erinnert, ersetzt wird.

Messkelche in einer Vitrine in den Katakomben der Kirche St. Johann. Bild: Werner Frieden

Der Kirchenschatz

Ein besonderes Highlight erwartete uns in den Katakomben unter der Kirche. Hinter meterdicken Mauern und gesichert durch moderne Alarmanlagen konnten wir die über Jahrhunderte angesammelten Schätze bestaunen.

In Vitrinen funkelten kunstvoll verzierte Kelche, Kreuze und andere Kostbarkeiten, oft reich geschmückt mit Edelsteinen. Auch alte Schriften und Bücher waren ausgestellt – geheimnisvoll und für heutige Augen nur schwer zu entziffern.

Zu vielen dieser wertvollen Stücke wusste Herr Pranzl spannende, teilweise fast abenteuerliche Geschichten zu erzählen, wie sie einst ihren Weg nach Rapperswil fanden.

Abschluss

Nach einem erlebnisreichen Nachmittag – und etwas müde von der Hitze und den vielen Eindrücken – ging es vis-à-vis ins Pfarreiforum. Dort wurde die Gruppe bereits vom Seniorenteam erwartet.

Bei kühlen Getränken und einem feinen Sandwich klang der Ausflug in geselliger Runde und mit angeregten Gesprächen gemütlich aus.

Schliesslich traten alle Teilnehmenden wohlbehalten mit der SBB die Heimreise an.

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Cornelia Munz
✉️ comunz@bluewin.ch
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Werner Frieden
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