Daniel Buschor wird Uzner Gemeinderat
Von den Uzner Stimmbürgern entfielen 1170 Stimmen auf Daniel Buschor und 845 Stimmen auf Martin Dilla. Dieser vermochte sein Resultat aus dem ersten Wahlgang halten. Am Schluss aber blieb er als SVP-Vertreter aber allein.
Dilla fast im Amt
Nach dem 1. Wahlgang vom 2. März befand sich SVP-Vertreter Martin Dilla schon auf der Zielgeraden. Er obsiegte mit 820 Stimmen und liess seine Konkurrentin Claudia Weber um 36 Stimmen hinter sich. Doch zum Erstaunen vieler nahm sich Weber trotz ihres sehr guten Resultats nach dem 1. Wahlgang aus dem Rennen.
Auf einmal Buschor
Wäre danach auf den 2. Wahlgang keine weitere Kandidatur eingegangen, wäre Dilla in stiller Wahl zum Uzner Gemeinderat gekürt worden. Aber es kam anders: Auf den 2. Wahlgang stieg überraschend der parteilose Daniel Buschor in die Wahl ein.
Kuriose Parteien
Es folgte ein harter Wahlkampf mit vielen Leserbriefen. «Die Katze nicht im Sack kaufen», war nur eine der vielen Titelsetzungen. Für Buschor weibelten auf einmal verwaltungsnahe Personen wie die Schulrektorin Irene Egli und mehrere Parteien.
Prominenter Anwalt für Dilla
Der prominente Uzner Anwalt und Kulturförderer Bruno Glaus hielt dagegen. Er schrieb, er gebe Dilla die Stimme. Im 1. Wahlgang hätten die Parteien Die Mitte und die SP «die grünliberale Kandidatin nicht unterstützt», was «faktisch eine «Frauenverhinderungs-Strategie» gewesen sei.
Für den 2. Wahlgang dann hätten «dieselben Kreise» den «scheinbar» parteilosen Buschor aus dem Busch geholt» und Claudia Weber den Rückzug nahegelegt. Ob dem so war, bleibt wohl offen.
Schweigende FDP
Speziell verhielt sich auch die FDP. Ende Januar 2026 verkündete sie, als Dillas Gegenkandidatin noch eine Grüne war, der «junge, bürgerliche» Dilla vertrete die Anliegen der «jüngeren Einwohner. Dilla sei «engagiert und verantwortungsbewusst». Als dann aber Weber aus dem Rennen ausschied, liess die FDP ihren vorherigen Wunschkandidaten aus der SVP schweigend allein.
Hohe Akzeptanz für Buschor
Daniel Buschor vermochte nun das Gross der Uzner Elite für sich einnehmen. Für die kurze Zeit seines Wahlkampfes war das nicht selbstverständlich. Buschor ist Betriebsökonom und Tourismusfachmann, arbeitet bei der Schweizerischen Südostbahn und ist vielen Uznern bekannt als früherer Mitarbeiter in der Schulverwaltung Uznach.
Verbindende Persönlichkeit
Buschor sieht sich als verbindende Persönlichkeit, die «Brücken bauen» möchte. Sein Fokus liege auf pragmatischen Lösungen für Uznach und nicht auf Parteipolitik.