Ambulante Unterstützung wird gestärkt
Die Politischen Gemeinden der Region Zürichsee-Linth verfolgen eine gemeinsame Altersstrategie. Sie reagieren damit auf den demografischen Wandel. Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Alter.
Viele möchten weiterhin zuhause leben. Die Region setzt deshalb auf das Prinzip «ambulant vor stationär». Ältere Menschen sollen möglichst lange selbstständig bleiben. Ambulante Angebote spielen dabei eine Schlüsselrolle.
Entlastungsdienst Linthgebiet
Der Entlastungsdienst Linthgebiet unterstützt betreuende Angehörige. Er betreut Menschen stundenweise zuhause und schenkt dadurch Angehörigen freie Zeit und neue Kraft. Die Betreuung durch den Entlastungsdienst verhindert oder verzögert Heimeintritte. Das stärkt die Betroffenen und entlastet die öffentliche Hand.
In den letzten Jahren regelten die Gemeinden ihre Beiträge an den Verein unterschiedlich. Einige leisteten Solidaritäts- oder Sockelbeiträge (wie Amden), andere schlossen eigene Vereinbarungen ab.
Neu gilt ein einheitliches Modell für alle Gemeinden der Region. Ein Viertel des Beitrags bemisst sich nach der Einwohnerzahl. Drei Viertel richten sich nach den effektiv geleisteten Stunden.
Der Entlastungsdienst weist seit Jahren ein strukturelles Defizit aus. Die neue Vereinbarung deckt den effektiven Restbedarf solidarisch. Der Tarif wird jeweils nach dem Jahresabschluss überprüft. So passen die Gemeinden ihre Beiträge dem tatsächlichen Bedarf an.
Tiefere Kosten als bisher
Für die Politische Gemeinde Amden ergeben sich gemäss Modellrechnung etwas tiefere Kosten als bisher mit dem Solidaritätsbeitrag. Gleichzeitig erhält die Gemeinde einen Leistungsanspruch für ihre Einwohnenden.
Die Vereinbarung schafft Transparenz und Planungssicherheit für alle Beteiligten. Die neue Leistungsvereinbarung tritt rückwirkend per 1. Januar 2026 in Kraft.