Knall beim Hockey-Verband - der Präsident geht
Der Verwaltungsratspräsident des Schweizer Eishockey-Verbandes SIHF, Urs Kessler, zieht einen Schlussstrich. In einer Mitteilung heisst es: «Mit Abschluss der Eishockey-Weltmeisterschaft in Zürich und Freiburg tritt Urs Kessler, 64, mit sofortiger Wirkung als Präsident des Schweizer Eishockey-Verbandes zurück».
Ein Neuanfang
Kessler selbst erklärt seinen Entscheid mit folgenden Worten: «Ich habe mich entschieden, das Amt als Präsident per sofort niederzulegen und den Weg freizumachen für einen Neuanfang, welchen der Verband dringend benötigt.»
Dank für Heim-WM
Trotz seines Rücktritts findet Kessler auch dankende Worte für die abgelaufene Heim-WM: «Zuerst möchte ich dem neuen Weltmeister Finnland gratulieren und mich bei der Schweizer Nati und bei den vielen Fans für die grossartigen Momente während der ganzen WM bedanken.»
Auch die Zusammenarbeit im Verband hebt er hervor: «Gleichzeitig bedanke ich mich bei Spielern, Staff und Mitarbeitenden von Swiss Ice Hockey für die gute Zusammenarbeit – gerade auch in den herausfordernden Wochen vor der Heim-Weltmeisterschaft.»
Widerstand im Verwaltungsrat
Was Kessler nicht erwähnt: Innerhalb des Verwaltungsrates (unter anderem beim mächtigen ZSC-CEO Peter Zahner) war er auf heftigen Widerstand gestossen. Offenbar war der Quereinsteiger, der zuvor während langer Zeit die Jungfraubahnen erfolgreich geführt hatte, nicht allen genehm. So erfolgt sein Rücktritt kaum ganz freiwillig.
In diesen Kontext passt Kesslers abschliessende Bemerkung: «Die fortwährenden Diskussionen haben mir gezeigt, dass ich dafür nicht die richtige Person bin.»