Home Region Sport Schweiz/Ausland Rubriken Agenda
Benken
29.05.2026

Mösli-Aufwertung half raren Arten

Der im Ballmannweiher mit einem Feumer eingefangene Edelkrebs war mindestens 12 cm gross. (Symbolbild)
Der im Ballmannweiher mit einem Feumer eingefangene Edelkrebs war mindestens 12 cm gross. (Symbolbild) Bild: H. Zell (CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons)
Bei einer Erfolgskontrolle des Benkner Aufwertungsprojekts «Mösli 2019» wurden in mehreren Tümpeln gefährdete Fadenmolche und im Ballmannweiher ein gefährdeter Edelkrebs gefunden.

Zum Aufwertungsprojekt «Mösli 2019» gehört auch eine Erfolgskontrolle. Diese wird vom Projektbüro OePlan GmbH, Altstätten, durchgeführt. Zu den Zielarten der Aufwertung gehört neben dem Laubfrosch, Erdkröte, Gelbbauchunke auch der Fadenmolch.

Fadenmolch in mehreren Tümpeln

Bei einem nächtlichen Kontrollgang vom 8. April 2026 hielt Yannic Schrepfer, Umweltingenieur BSc ZHAW, ein besonderes Augenmerk auf den Fadenmolch. Diese zierliche, schlanke Amphibie konnte er in mehreren Tümpeln im Mösli feststellen. Der Fadenmolch ist auf der Roten Liste als gefährdete Art aufgeführt (VU = Vulnerable; gefährdet).

Ein Edelkrebs im Feumer

Eine besondere Beobachtung machte Yannic Schrepfer im Flachuferbereich des Ballmannweihers. Mit dem Feumer konnte er einen Krebs einfangen. Gemäss den charakteristischen Merkmalen konnte er ihn als Edelkrebs (Astacus astacus) identifizieren. Die Scherenunterseiten und die Gelenkhäute sind rot. Wie alle Astacidae besitzt er zwei Augenleisten.

Der Edelkrebs gilt als Delikatesse und ist die grösste einheimische Flusskrebsart. Er wurde früher in grossen Mengen gehandelt und sein Fang galt als das «täglich Brot» der Fischer. Edelkrebse bewohnen vor allem Stillgewässer und kommen auch in sommerwarmen und nährstoffreichen Fliessgewässern vor. Er gehört auf der Roten Liste auch zu den gefährdeten Tierarten (VU = Vulnerable; gefährdet).

Quellen: KFKS, infofauna

Naturschutzkommission Benken/LinthSicht / Redaktion Linth24
Demnächst