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Eishockey
28.05.2026
28.05.2026 18:58 Uhr

Die Nati und der Schweden-Fluch

Das wollen die Schweizer Fans heute sehen: ein jubelndes Heimteam und den Vorstoss in den WM-Halbfinal.
Das wollen die Schweizer Fans heute sehen: ein jubelndes Heimteam und den Vorstoss in den WM-Halbfinal. Bild: zVg
Immer diese Schweden! Dreimal in den vergangenen 13 Jahren zerschellte der WM-Traum der Schweizer Eishockey-Nati an diesem Gegner. Doch jetzt ist die Zeit reif, den gelbblauen Fluch zu beenden.

Es ist wie ein immer wiederkehrender Albtraum: 2013 der verlorene Final. 2017 das Viertelfinal-Aus. 2018 der bittere K.o.-Schlag im finalen Penaltyschiessen. Schweden war für die Schweiz lange mehr Schicksal als Gegner. Ein blau-gelber Schatten auf dem Weg zur Hockey-Unsterblichkeit.

Auf einer Mission

Doch nun stehen die Vorzeichen plötzlich auf Rot-Weiss. Heute ab 20.20 Uhr könnte im Viertelfinal in der ausverkauften Swiss Life Arena in Zürich alles anders werden.

Die Schweiz marschierte mit sieben Siegen durch die Vorrunde, spielte abgeklärt, aufsässig und effizient - und verzückt ein ganzes Land. Während Schweden gegen Kanada und Tschechien verlor und sich sogar gegen Norwegen blamierte, wirkte das Team von Jan Cadieux wie eine Mannschaft auf einer Mission.

Lebensversicherung Genoni

Vor allem defensiv überzeugt die Schweiz. Das Boxplay ist das beste des Turniers, Leonardo Genoni bislang die Lebensversicherung auf Kufen. Der 38-Jährige strahlt jene Ruhe aus, die in K.o.-Spielen Gold wert ist.

Geballte Offensivkraft

Vorne wirbelt eine Offensive, die derzeit jede Abwehr aus dem Gleichgewicht kippen kann. Andrighetto, Hischier, Meier, Malgin – vier Schweizer unter den besten Skorern der WM. Schweden dagegen lebt fast ausschliesslich von Lucas Raymond.

Der gefährlichste Gegner im Kopf

Und genau dort liegt auch die Gefahr. Erstmals tritt die Schweiz gegen Schweden als Favorit an. Das Publikum erwartet den Befreiungsschlag, die Spieler kennen die alten Narben.

Doch vielleicht braucht es genau diesen Druck. Vielleicht gewinnt man solche Spiele erst dann, wenn man keine Angst mehr vor der eigenen Geschichte hat. Oder mit anderen Worten: Hopp Schwiiz!

Thomas Renggli
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