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Kultur
03.05.2026
04.05.2026 06:58 Uhr

Prix Walo sorgt für Jubel und rote Köpfe

Ehren-Prix-Walo für Musikmanager Freddy Burger; mit  Ehefrau Isabella und Monika Kaelin, Präsidentin Showszene Schweiz.
Ehren-Prix-Walo für Musikmanager Freddy Burger; mit Ehefrau Isabella und Monika Kaelin, Präsidentin Showszene Schweiz. Bild: Ursula Litmanowitsch
Glamour, grosse Gefühle und ein peinlicher Faux-pas: Die 50. Verleihung des Prix Walo in Zürich feiert Stars wie Freddy Burger, «Hecht» und Nik Hartmann – doch eine Panne sorgt für Aufsehen.

Bei der 50. Verleihung des Prix Walo wurde das Kongresshaus zur schillernden Bühne der Schweizer Showbranche.  Ein Klassentreffen, das es in sich hatte, oder wie es Schlagerstar Marianne Cathomen begeistert  auf den Punkt brachte: «Show, Glam und tolle Künstler. Die Szene hat zum 50-Jahr-Jubiläum so richtig gerockt!».

  • Vorstand der Showzenze Schweiz vor dem Kongresshaus. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Nik Hartmann gewann das Telefonvoting zum Publikumsliebling. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Showprofis: Marie Louise Werth und Maja Brunner. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Monika Kaelin und Sepp Trütsch mit Marianne Cathomen und Caroline Forte. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Musikmanager Albi Matter: «Freddy Burger ist mein Vorbild». Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Bewährt: das Moderationsduo Nicole Berchtold und Salar Bahrampoori. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Marcus Signer (bester Schauspieler), Regisseur Pierre Monnard und Produzent Peter Reichenbach. Bild: Ursula Litmanowitsch
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Zur grossen Gala traf sich alles, was Rang und Namen hat – von Musik über Film bis Fernsehen. Die von Rolf Knie entworfene Trophäe gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen des Landes und ehrt Kulturschaffende, die im vergangenen Jahr besonders herausragten.

Preise in neun Kategorien

Nominiert von einer Fachjury und gewählt von einem rund 100-köpfigen Gremium, wurden die Preise in neun Kategorien vergeben – live übertragen als grosse Samstagabendkiste von SRF sowie privaten Sendern wie Star TV oder Auftanken TV.

Charmant und souverän durch die Show führten Prix Walo-Chefin Monika Kaelin, Nicole Berchtold und Salar Bahrampoori.

  • Showlegende Paola Felix und Stadtrat Filippo Leutenegger. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Hat die Prix-Walo-Trophäe in der heutigen Form geschaffen: Künstler Rolf Knie mit Ehefrau Belinha. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Entertainer Christian Jott Jenny und Schauspieler Walter Andreas Müller WAM. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Daniel Rohr (Theater Rigiblick) und Hanna Scheuring (Bernhardtheater). Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Hielten Laudatio: Komiker Beat Schlatter und Satirikerin Patti Basler. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Preis für beste Bühnenproduktion «Dinner for WAM»: Autor Domenico Blass und WAM. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Feiert 2026 sein 30-jähriges Showjubiläum: Musiker Bligg. Bild: Ursula Litmanowitsch
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Zu den grossen Gewinnern des Abends gehörte die Band Hecht, die sich als beste Pop/Rock-Band feiern lassen durfte. Ebenso bewies auch Stephan Eicher einmal mehr seine Ausnahmestellung. Er wurde im Bereich Pop/Rock Gesang ausgezeichnet, während Linda Fäh den Schlagerpreis gewann. Für frischen Wind sorgte Newcomerin Zoë Më, die als grosser Shootingstar des Jahres gilt.

Auch das Secondhand Orchestra überzeugte im Bereich Kabarett/Comedy. In weiteren Kategorien wurden die Bühnenproduktion «Dinner for WAM», der Film Heldin sowie der Eurovision Song Contest als TV-Produktion geehrt. Schauspieler Marcus Signer wurde ebenfalls ausgezeichnet.

Emotionale Ehrung von Burger

Für den emotionalsten Moment des Abends sorgte jedoch die Ehrung von Freddy Burger. Der legendäre Konzertmanager, Unternehmer und Strippenzieher im Hintergrund erhielt für ihn selber «völlig überraschend» den Ehren-Prix-Walo. Total emotionalisiert und tief gerührt nahm der Achzigjährige die Auszeichnung entgegen.

Burger hat die Schweizer Unterhaltungsszene über Jahrzehnte wie kein anderer geprägt, arbeitete mit Grössen wie Udo Jürgens und Pepe Lienhard und machte internationale Produktionen möglich. Sein Erfolgsgeheimnis umschrieb er in seiner Dankesrede schlicht:  «Alles Entscheidungen im Einklang  von Kopf, Herz und Bauch».

  • Selfie vor der Show: Moderatorin Jennifer Bosshard mit Team. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Sänger «Kunz» und Musikerin Anna Rossinelli. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Mundart-Interpretin Linda Fäh gewann in der Sparte Schlager. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Stimmgewaltig: Michael von der Heide und Nubya. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • In Feierlaune: Roman Ricklin, Daniel Schaub, Adrian Stern, Victor Giacobbo, Stephan Eicher. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Zoë Më gewann in der Sparte Newcomer. Bild: Ursula Litmanowitsch
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Auch das Publikum hatte eine klare Meinung: Zum Publikumsliebling 2025 wurde Nik Hartmann per Telefonvoting gewählt. Der Moderator, der neu in der Sendung «Happy Day» ein Millionenpublikum berührt, durfte sich über seine erste grosse Auszeichnung freuen und zeigte sich entsprechend bewegt

Die falsche Verstorbene

Doch mitten im Glamour unterlief den Veranstaltern ein folgenschwerer Fehler, der für Gesprächsstoff sorgt: In der traditionellen Ehrung verstorbener Showlegenden wurde Margrit Läubli fälschlicherweise als verstorben aufgeführt – obwohl sie putzmunter neulich ihren 98. Geburtstag feiern konnte. Darüber regt sich Sohn und Kabarettist Lorenz Keiser auf Instagram auf: «Meine Mama lebt!»   

Seine Band räumte in der Sparte Pop/Rock-Band ab: Stefan Buck von «Hecht». Bild: Ursula Litmanowitsch

Offenbar war die fehlerhafte Einblendung im Vorfeld bei SRF niemandem aufgefallen. Gerade weil die Gala live im Fernsehen übertragen wurde, wirkte die Panne besonders brisant und sorgte für irritierte Reaktionen im Saal wie auch vor den Bildschirmen. Für SRF ist dieser Fauxpas ein Dämpfer, ja gar Imageschaden an einem sonst glanzvoll inszenierten Jubiläumsabend. Am Ende bleibt ein Abend voller Emotionen, grosser Sieger und eindrücklicher Momente – doch neben all dem Glanz wird auch diese peinliche TV-Panne vielen in Erinnerung bleiben.

  • Stephan Eicher (trat im Pariser «Olympia» auf) gewann in der Sparte Pop/Rock–Gesang. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Partyveranstalter Reto Hanselmann ist jedes Mal am Prix Walo dabei. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Schauspielerin Rachel Brausnchweig (Staatsanwältin im Zürcher «Tatort»). Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Sänger Noah Veraguth mit Ehefrau Sayori Wada und Musiker Florian Ast. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Filmproduzent Peter Spoerri und Matthias Ackeret (Jurist und Beirat der Showszene Schweiz). Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Schweiz Aktuell–Moderatorin Sabine Dahinen und Herzchirurg Thierry Carrel. Bild: Ursula Litmanowitsch
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  • Marc Lynn («Gotthard»), Victor Giacobbo, Band «Sam Red» mit Sänger Sam Stüssi, 2.v.r. Bild: Ursula Litmanowitsch
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