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Schweiz
26.04.2026
27.04.2026 10:37 Uhr

Startabbruch in Neu-Delhi – Passagiere evakuiert

Ein Airbus 330 der SWISS musste in Dehli den Start abbrechen.
Ein Airbus 330 der SWISS musste in Dehli den Start abbrechen. Bild: SWISS
Panik bei Swiss-Flug von Indien nach Zürich: Nach einem Startabbruch eines Airbus A330 in New-Delhi sind mehrere Verletzte zu beklagen.

Am Indira Gandhi International Airport ist es in der Nacht auf Sonntag zu einem dramatischen Zwischenfall gekommen: Ein Airbus A330 der Swiss International Air Lines musste den Start abbrechen und wurde anschliessend evakuiert. Mehrere Passagiere wurden verletzt.

Knall beim Start

Der betroffene Flug LX147 stand kurz vor dem Abheben, als es laut Passagierberichten zu einem lauten Knall kam. Die Maschine bremste abrupt ab und kam auf der Startbahn zum Stillstand. Die Crew reagierte umgehend, brach den Start ab und leitete eine Evakuierung ein.

Die 228 Passagiere sowie vier Kleinkinder mussten das Flugzeug über Notrutschen verlassen. Augenzeugen berichten von hektischen Szenen und Panik während der Evakuierung.

Vier Personen im Spital

Gemäss Angaben der Airline befinden sich vier Passagiere zur weiteren Abklärung im Spital. Zunächst war von sechs verletzten Personen die Rede, später stellte sich heraus, dass zwei davon unverletzt gebliebene Begleitpersonen waren. Zudem zog sich ein Crewmitglied eine Verstauchung am Fussgelenk zu.

Passagiere, die die Notrutschen nicht benutzen konnten, wurden über eine mobile Treppe aus dem Flugzeug geführt. Vor Ort betreuen Mitarbeitende der Airline die betroffenen Reisenden.

Gemäss Flightradar24 hatte die Maschine eine Geschwindigkeit von fast 200 km/h (104 Knoten) Bild: Flightradar24

Piste gesperrt – detaillierte Flugdaten bekannt

Zusätzliche Daten zeigen das Ausmass des Vorfalls: Die Start- und Landebahn 10/28 des Flughafens in Neu-Delhi war während rund zwei Stunden gesperrt, da das betroffene Flugzeug auf der Piste stehen blieb.

Zudem erreichte der Airbus mit der Registrierung HB-JHK beim Startlauf eine Geschwindigkeit von rund 104 Knoten, bevor der Start abgebrochen wurde. Dies geht aus Daten des Flugverfolgungsdienstes Flightradar24 hervor.

Ursache liegt offenbar im Triebwerk

Nach ersten Erkenntnissen trat das Problem an einem der Triebwerke des Airbus A330-300 auf. Die genaue Ursache ist noch unklar. Spezialisten sollen nun nach Indien reisen, um das Flugzeug technisch zu untersuchen und den Vorfall detailliert zu analysieren.

Betreuung und Weiterreise organisiert

Die Passagiere wurden vorübergehend in Hotels untergebracht oder auf alternative Flüge umgebucht. Die Crew blieb unverletzt.

Der Vorfall wird nun umfassend untersucht. Die Airline betont, alles daran zu setzen, die Hintergründe lückenlos zu klären und die Sicherheit weiter zu gewährleisten.

pw
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