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Schänis
21.04.2026
22.04.2026 08:42 Uhr

Jodelklub sorgt für unvergesslichen Abend

Der Jodelklub Schänis brillierte mit einem bunten Liederprogramm unter der Leitung von Mary Zahner-Mathis.
Der Jodelklub Schänis brillierte mit einem bunten Liederprogramm unter der Leitung von Mary Zahner-Mathis. Bild: Franz Steiner
Das Jodelchränzli des Jodelklubs Schänis begeisterte sein Publikum, das sich so richtig entspannen und vom Alltag loslassen konnte. Dazu trug auch ein grandioses Theater und das Trio Wildbach aus dem Zigerschlitz bei.

Am Samstagabend war die Halle des Mehrzweckgebäudes voll von Besucherinnen und Besuchern. Präsident Thomas Jud höchstpersönlich führte mit viel Witz durchs Programm. Im frühlingsgeschmückten Saal gab das Trio Wildbach den musikalischen Auftakt.

Jodelklub wächst weiter

Den gesanglichen Teil eröffnete der Jodelklub mit dem Lied «Dr Ustig isch cho». Es folgte das bekannte Lied  «Gwitternacht» von Willi Wallimann, in dem trotz Blitz und Donner das Feinfühlige gut rüberkam.

Der gastgebende Jodelklub Schänis unter der Leitung von Mary Zahner-Mathis ist um ein weiteres Mitglied gewachsen. Othmar Bachmann verstärkt mit seiner Stimme den zweiten Bass. Damit ist der Klub mittlerweile auf 30 Jodlerinnen und Jodler angewachsen – eine Zahl, von der viele Gesangsvereine nur träumen können.

Weitere Kostproben ihres Könnens gaben sie mit dem «Bärgchilbi-Jutz» und «E chli stingge muess es», einem Evergreen als Auflockerung, der von Vizedirigent Peter Grob über das Landleben geschrieben wurde.

Die Krimikomödie «Liebling, lass uns töten» bot viel Spektakel und noch mehr Spannung. Bild: Franz Steiner

Warm ums Herz wurde einem beim stimmungsvollen Lied «Üses Jodlerläbe». «I darf e Jodler si, da bini gärn derbi, bi so n’re Melodie isch halt no Harmonie. Mir üebe flissig dran, das isch für üs ke Zwang. Es tuet der Seel so guet u bringt üs frohe Muet», wurde vom Jodelklub im Takt geschunkelt, was dem Vortrag eine stimmige Note gab. Es ist das perfekte Beispiel, wie Jodler zu einer grossen Familie zusammenwachsen.

Zu erwähnen ist auch der «Rosebluescht-Jutz» von Fredy Brändli, der den Jodelklub Schänis während 29 Jahren leitete und als Ehrendirigent in den Analen des Klubs aufgeführt ist. Am 9. April konnte er seinen 85. Geburtstag feiern, und Fredy liess es sich nicht nehmen, am Gesamtchorlied «Am Jodlertisch» auf der Bühne mitzujodeln. Es war bewundernswert, wie sich die rund 50 Delegationen mit dem Schänner Jodelklub zu einem einzigen riesigen Klangkörper vereinten – ein würdiger Abschluss eines genussvollen Liederprogramms.

Nichts für schwache Nerven

Bei der mörderischen, turbulenten Komödie «Liebling, lass uns töten» unter der erstmaligen Regie von Frigg Steinmann brachten sechs Protagonisten während einer guten Stunde viel Spannung und noch mehr Nervenkitzel auf die Bühne. Ein Firmeninhaber mit einer ausgeprägten Wettsucht (Thomas Jud) und seine Frau (Stefanie Oswald-Jud), die das Geld mit Shoppen aus dem Fenster warf, brachten mit ihrem Gebaren die Firma nahe an den Ruin. Da musste eine patente Lösung her, die heisst, ein mörderischer Plan musste her. Eine Butlerin (Alena Kühne) durchschaut die Absichten und vereitelt mehrere Mordversuche der kaufsüchtigen Geschäftsfrau. Genau die gleiche Idee hatte der Firmeninhaber, der seine Frau ebenso ins Jenseits zu befördern versuchte. Irrungen und Wirrungen waren vorprogrammiert. Da spielten auch ein Hauswart (Reto Jud), ein dubioser Skilehrer (Andreas Ziegler) und die Geschäftsführerin (Sonja Schmucki) viel zum spannungsgeladenen Krimi der Extraklasse bei. Ein tosender Schlussapplaus war der verdiente Lohn für eine grossartige schauspielerische Leistung.

Das vereinseigene Duett Anita Kägi und Fritz Jud begeisterten mit «My schönschti Zyt» und einem Juitz als Zugabe. Bild: Franz Steiner

Am Samstag, 25. April, um 20 Uhr wird das Programm ein zweites Mal aufgeführt. Türöffnung um 18.15 Uhr mit Gelegenheit zum Essen. Musik: Ländlertrio Stockbergbuebe.

Franz Steiner, Jodelklub Schänis
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