Warm ums Herz wurde einem beim stimmungsvollen Lied «Üses Jodlerläbe». «I darf e Jodler si, da bini gärn derbi, bi so n’re Melodie isch halt no Harmonie. Mir üebe flissig dran, das isch für üs ke Zwang. Es tuet der Seel so guet u bringt üs frohe Muet», wurde vom Jodelklub im Takt geschunkelt, was dem Vortrag eine stimmige Note gab. Es ist das perfekte Beispiel, wie Jodler zu einer grossen Familie zusammenwachsen.
Zu erwähnen ist auch der «Rosebluescht-Jutz» von Fredy Brändli, der den Jodelklub Schänis während 29 Jahren leitete und als Ehrendirigent in den Analen des Klubs aufgeführt ist. Am 9. April konnte er seinen 85. Geburtstag feiern, und Fredy liess es sich nicht nehmen, am Gesamtchorlied «Am Jodlertisch» auf der Bühne mitzujodeln. Es war bewundernswert, wie sich die rund 50 Delegationen mit dem Schänner Jodelklub zu einem einzigen riesigen Klangkörper vereinten – ein würdiger Abschluss eines genussvollen Liederprogramms.
Nichts für schwache Nerven
Bei der mörderischen, turbulenten Komödie «Liebling, lass uns töten» unter der erstmaligen Regie von Frigg Steinmann brachten sechs Protagonisten während einer guten Stunde viel Spannung und noch mehr Nervenkitzel auf die Bühne. Ein Firmeninhaber mit einer ausgeprägten Wettsucht (Thomas Jud) und seine Frau (Stefanie Oswald-Jud), die das Geld mit Shoppen aus dem Fenster warf, brachten mit ihrem Gebaren die Firma nahe an den Ruin. Da musste eine patente Lösung her, die heisst, ein mörderischer Plan musste her. Eine Butlerin (Alena Kühne) durchschaut die Absichten und vereitelt mehrere Mordversuche der kaufsüchtigen Geschäftsfrau. Genau die gleiche Idee hatte der Firmeninhaber, der seine Frau ebenso ins Jenseits zu befördern versuchte. Irrungen und Wirrungen waren vorprogrammiert. Da spielten auch ein Hauswart (Reto Jud), ein dubioser Skilehrer (Andreas Ziegler) und die Geschäftsführerin (Sonja Schmucki) viel zum spannungsgeladenen Krimi der Extraklasse bei. Ein tosender Schlussapplaus war der verdiente Lohn für eine grossartige schauspielerische Leistung.