Wer derzeit die interaktive Ausstellung über Langeweile besucht, sollte unbedingt ein paar Schritte weitergehen. Im hinteren Teil öffnet sich eine zweite Welt: die Jubiläumsausstellung zum 50-jährigen Bestehen des Vögele Kultur Zentrums in Pfäffikon. Sie wirkt fast wie ein ruhiger Nebenraum und genau das passt. Hier wird nicht laut gefeiert, sondern klug zurückgeblickt.
Kulturvermittlerin Silvana Muhl sprach an der Medienbegehung von einem «persönlichen Blick» auf die Geschichte des Hauses. Und tatsächlich: Statt einer klassischen Chronologie entfaltet sich ein Mosaik aus Erinnerungen, Projekten und Haltungen.
Weg vom Elitären
Die Anfänge reichen zurück ins Jahr 1976, als das damalige Seedamm-Kulturzentrum eröffnet wurde. Initiant Charles Vögele wollte Kunst aus der elitären Ecke holen. Ein Anspruch, der anfangs für Stirnrunzeln sorgte. Dass die Eröffnungsausstellung dem beim Volk beliebten Künstler Hans Erni gewidmet war, passte der arrivierten Kunstszene nicht.
Doch Vögele blieb dran. Statt sich zu verteidigen, suchte er den Dialog mit Kritikern. Diese Offenheit zog sich wie ein roter Faden durch die Entwicklung des Hauses und ist bis heute spürbar.