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15.04.2026
15.04.2026 17:03 Uhr

So war die Olma-GV 2026

CEO Christine Bolt (l.) und der abtretende Verwaltungsratspräsident Thomas Scheitlin.
CEO Christine Bolt (l.) und der abtretende Verwaltungsratspräsident Thomas Scheitlin. Bild: Olma/Michael Huwiler
Die 3. Olma-Generalversammlung vom 14. April genehmigte alle Anträge und wählte Markus Streckeisen zum Verwaltungsratspräsidenten. Mit Thomas Scheitlins Rücktritt endete eine Ära.

Die dritte ordentliche Generalversammlung entwickelte sich längst zu mehr als einem statutarischen Anlass. Rund 1'200 Aktionäre machten sie zu einem der bedeutendsten Treffpunkte der Ostschweiz. Die Verbindung von unternehmerischer Leistung, persönlichem Austausch und regionaler Verankerung verleiht der Veranstaltung eine besondere Ausstrahlung.

Operatives Ergebnis deutlich verbessert

Die Geschäftsentwicklung 2025 bestätigt den eingeschlagenen Kurs. Mit einem EBITDA von 5,9 Millionen Franken, was einem Plus von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, sowie einem positiven EBIT von 0,4 Millionen Franken konnten die Olma Messen ihre Ertragskraft weiter steigern. Gleichzeitig reduzierte sich der Jahresverlust von 3,7 Millionen auf 1,8 Millionen Franken.

CEO Christine Bolt sagt: «Die vergangenen Jahre haben viel abverlangt. Heute sehen wir, dass die Transformation des Unternehmens trägt. Wir sind fokussiert, effizient und nahe am Markt. Das macht uns startklar für die nächste Entwicklungsphase.» Besonders hob sie die Leistung der Mitarbeiter hervor: «Was mich beeindruckt, sind die Leistungsfähigkeit, die Professionalität und die Einsatzfreude des Teams. Sie sind die Basis unseres Erfolgs.»

Mit rund 620'000 Besuchern sowie über 120 Veranstaltungen unterstreichen die Olma Messen ihre Bedeutung als einer der wichtigsten Messeplätze der Schweiz.

  • Christine Bolt. Bild: Olma/Michael Huwiler
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  • Thomas Scheitlin. Bild: Olma/Michael Huwiler
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  • Abstimmung während der GV. Bild: Olma/Michael Huwiler
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  • Thomas Scheitlin. Bild: Olma/Michael Huwiler
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  • Joya Marleen. Bild: Olma/Michael Huwiler
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Thomas Scheitlin prägt eine Ära

Mit dem Rücktritt von Thomas Scheitlin endet eine prägende Zeit. Während fast 20 Jahren gestaltete er die Entwicklung der Olma Messen entscheidend mit und legte gemeinsam mit Verwaltungsrat und Geschäftsleitung wichtige strategische Grundlagen. In seine Amtszeit fallen unter anderem der Bau der St.Galler Kantonalbank Halle, die Schärfung der Wachstumsstrategie und die konsequente Transformation des Unternehmens.

In seiner persönlichen Abschiedsrede sagt Scheitlin: «Mein Herzblut für die Olma Messen war der Antrieb für das Treffen von grossen Entscheidungen, das Verlassen von traditionellen Pfaden und das Anstossen von mutigen Veränderungen.» 19 Persönlichkeiten würdigten sein Engagement mit ebenso vielen Videobotschaften.

  • Joya Marleen. Bild: Olma/Michael Huwiler
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  • Christine Bolt und Thomas Scheitlin. Bild: Olma/Michael Huwiler
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  • Markus Streckeisen. Bild: Olma/Michael Huwiler
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  • Joya Marleen. Bild: Olma/Michael Huwiler
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  • Thomas Scheitlin. Bild: Olma/Michael Huwiler
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Streckeisen übernimmt Präsidium

Mit Markus Streckeisen übernimmt eine Führungspersönlichkeit mit langjähriger Erfahrung in der Immobilien- und Arealentwicklung das Präsidium. In verschiedenen Funktionen bei der SBB verantwortete er bedeutende Strategien und Standortentwicklungen. Heute ist er als Unternehmer und Verwaltungsrat tätig.

Bei seiner Wahl sagt Streckeisen: «Für mich ist dieses Mandat weit mehr als eine Funktion. Die Olma Messen sind ein besonderer Ort mit grosser Bedeutung für die Region und die ganze Schweiz. Ich freue mich, die nächste Entwicklungsphase mitzugestalten.»

Er kündigt an, zunächst zuzuhören und den Dialog mit den wichtigsten Anspruchsgruppen zu pflegen. «Ich treffe auf eine Organisation, die für die Zukunft gut aufgestellt ist. Gleichzeitig sehe ich grosse Chancen, das Areal strategisch weiterzuentwickeln und die Strahlkraft weiter zu stärken.»

Dabei gehe es nicht um radikale Veränderungen: «Das Kerngeschäft mit starken Messen und Veranstaltungen bleibt das Fundament. Gleichzeitig sehe ich grosses Potenzial, das Areal noch vielseitiger zu nutzen und als lebendigen Stadtteil weiterzuentwickeln.»

Zur persönlichen Motivation sagt Streckeisen: «Die Olma Messen haben eine gesellschaftliche, politische und emotionale Bedeutung. Kein anderer Ort bringt in der Ostschweiz so viele Menschen zusammen.»

Als Aktionär sieht er auch langfristiges Potenzial: «Die Olma Messen verfügen über eine starke Marke, eine klare strategische Ausrichtung und grosses Entwicklungspotenzial. Für viele Menschen sind sie ein Stück Heimat und Identität. Ich freue mich, nun Teil dieser Geschichte zu sein.»

  • Thomas Scheitlin. Bild: Olma/Michael Huwiler
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  • Eine weiter Impression von der GV. Bild: Olma/Michael Huwiler
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  • Thomas Scheitlin. Bild: Olma/Michael Huwiler
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  • Joya Marleen. Bild: Olma/Michael Huwiler
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  • (v.l.) Thomas Scheitlin, Christine Bolt und Markus Streckeisen. Bild: Olma/Michael Huwiler
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OFFA-Eröffnung setzt emotionalen Akzent

Direkt vor der Generalversammlung erlebten die Aktionäre eine eindrückliche Eröffnung der 48. OFFA. Ein inszeniertes Frühlingserwachen verwandelte die Halle visuell von der Dunkelheit ins Licht. Farben, florale Elemente und kraftvolle Bilder standen sinnbildlich für Aufbruch und Erneuerung.

Begleitet wurde die Inszenierung von der St.Galler Musikerin Joya Marleen, die dem Auftakt eine besondere emotionale Tiefe verlieh. Gleichzeitig präsentierte sich die OFFA erstmals im neuen visuellen Auftritt und zeigte, wofür sie steht: Frühlingsbeginn, Begegnungen und gemeinsames Erleben.

Olma Messen mit starker Position im Markt

Die Olma Messen St.Gallen gehören zu den führenden Messe-, Kongress- und Eventstandorten der Schweiz. Jährlich bringen sie rund 620'000 Menschen zusammen. Mit den beiden Publikumsmessen Olma und OFFA sowie über 120 Veranstaltungen spielen sie in der Spitzengruppe der Branche.

Das Unternehmen steht für starke Formate, moderne Infrastruktur und eine flexible Organisation mit rund 90 Mitarbeitern. Die positive Entwicklung zeigt sich sowohl im operativen Ergebnis als auch in der grossen Resonanz beim Publikum.

stgallen24/stz. / Redaktion Linth24
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