Lange tat sich die Schweiz gegen die ebenfalls verlustpunktlosen Türkinnen schwer. Trotz klarer Ballbesitzvorteile fehlte im ersten Durchgang die Präzision im Aufbau und die Durchschlagskraft im letzten Drittel. Gefährlicher blieben die Gäste, doch Livia Peng und das Aluminium bewahrten die Schweiz vor einem Rückstand.
Tore nach der Pause
Kurz nach dem Seitenwechsel platzte der Knoten. Nach einer sehenswerten Kombination über mehrere Stationen brachte Iman Beney den Ball scharf zur Mitte, wo Aurélie Csillag artistisch per Absatz zur Führung traf (49.). Ein Treffer ganz nach dem Geschmack von Trainer Rafel Navarro.
Bitterer Ausgleich – starke Reaktion
Die Freude währte jedoch nur kurz. Vier Minuten später nutzte Ebru Topcu eine ungenügende Klärung zum Ausgleich. Eine mögliche Abseitsstellung blieb ohne Konsequenzen – in der WM-Qualifikation kommt kein VAR zum Einsatz.
Die Schweizerinnen reagierten entschlossen. Eine Viertelstunde vor Schluss liess die türkische Torhüterin einen Weitschuss von Géraldine Reuteler abprallen – Csillag staubte zum 2:1 ab. Viola Calligaris sorgte in der 80. Minute mit dem dritten Treffer für die Entscheidung.
Gruppensieg in Reichweite
Mit neun Punkten aus drei Spielen führt die Schweiz die Gruppe 2 der Liga B souverän an. Bereits am Samstag in Sinop kann das Team von Rafel Navarro den Gruppensieg und damit einen grossen Schritt Richtung Liga A perfekt machen.