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Kultur
15.04.2026
14.04.2026 11:10 Uhr

Kunstverein für einmal in der Kanti

Ingo Giezendanner (r.), der an drei Standorten in der Schule seine spezielle auf den Bau gerichtete Kunst kreierte, präsentierte dem Kunstverein an der Versammlung auch sein grosses, handgebundenes Buch.
Ingo Giezendanner (r.), der an drei Standorten in der Schule seine spezielle auf den Bau gerichtete Kunst kreierte, präsentierte dem Kunstverein an der Versammlung auch sein grosses, handgebundenes Buch. Bild: Marie-Eve Hofmann-Marsy/Collage: Linth24
Die 18. Mitgliederversammlung des Kunstvereins Oberer Zürichsee fand dieses Jahr wieder im Kanton Schwyz statt, im beeindruckenden Neubau der KSA Pfäffikon.

Natürlich gehört zum Kunstverein Oberer Zürichsee Kunst in all ihren Formen. Und da machte die am 27. März 2026 stattgefundene 18. Mitgliederversammlung keine Ausnahme. Da der Veranstaltungsort jährlich zwischen den Kantonen St. Gallen und Schwyz wechselt, bot sich für dieses Mal der einzigartige Neubau der Kantonsschule Ausserschwyz in Pfäffikon an.

In der Mensa gab es von der Versammlung noch Zeit für Gespräche und zum Stöbern. Bild: Marie-Eve Hofmann-Marsy

Die gut 75 anwesenden Mitglieder durften unter den kompetenten Führungen von Architektin Nicole Gärtner, dem Projektleiter des Hochbauamts Schwyz, Thomas Lothenbach, und nicht zuletzt vom Künstler Ingo Giezendanner spannende Informationen aus erster Hand erhalten.

Kunst am Bau

Giezendanner, Gewinner des Studienauftrages für Kunst am Bau, kreierte an drei Standorten in der Schule seine spezielle auf den Bau gerichtete Kunst.

Die übergrosse Keramikwand in der Mensa konfrontiert den Betrachter mit zwei grossen Komposthaufen und symbolisiert das Organische, das den guten Boden für die Lernenden bietet.

Vor Ort hat der Künstler die 1'800 Keramikplatten in Portugal, da diese dicker und mit mehr Glasur versehen werden, bemalt, bevor sie gefertigt wurden. Auch das Fluchttreppenhaus, dessen Wände über mehrere Stockwerke gehen, ist mit grossem Detailreichtum von Hand gemalt. Der Blätterwald, Akzente im Haupttreppenhaus, vermitteln eine gewollte Leichtigkeit.

Die beindruckenden Wandmalereien über mehrere Stockwerke liessen Staunen. Bild: Marie-Eve Hofmann-Marsy

Künstliche Felsen, Bäume und Sitzgelegenheiten

Ein Augenschein in die Mensa, Bibliothek, Aufenthaltsräume, Lehrerzimmer und vieles mehr gewährte Nicole Gärtner und erklärte die vielen Details des Schulbaus, wie die Holzdecken, warum Belüftungsrohre und Elektrik frei liegen, die wunderschöne Symbiose zwischen Backstein und Sichtbeton und die Verwendung heimischer Holzarten.

Thomas Lothenbach setzte seine Schwerpunkte in der Führung auf die perfekt ausgestattete Aula, die zugleich Profi-Theaterbühne und Konzerthalle mit hochprofessioneller Akustik sei.

Mit Staunen gingen die Mitglieder durch die Doppelturnhalle mit grosser Kletterwand, die neben sportlichen Betätigungen Platz für 800 Personen bietet und über eine riesige Leinwand verfügt. Der tolle Aussenbereich in Hanglange mit künstlichen Felsen, 60 gepflanzten Bäumen und verschiedenen Sitzplätzen macht jetzt schon Lust auf den Sommer.

Mitgliederversammlung mit Abschlussessen in der Mensa

Im schulinternen Seminarraum fand anschliessende die ordentliche Mitgliederversammlung statt. Zügig wurden Jahresbericht, -rechnung und Revisorenbericht genehmigt, der Vorstand entlastet und wiedergewählt.

Neu vorgestellt wurde Erik Csosza aus Sattel, im Bereich IT und als Landschaftsfotograf tätig, der mit grossem Applaus nun im Vorstand tätig ist. Neu setzt sich der Kunstvereinsvorstand 2026 wie folgt zusammen: Cornelia Brändli (Präsidentin), Alois Artho (Vizepräsident), Evelyne Glaus (Kassier), Marie-Eve Hofmann-Marsy (Aktuarin/Medien), Ursula Grossfeld, Erika Rüegg-Ploke, Patrick Lambertz und Erik Csosza sowie Rechnungsrevisor Thomas Selm.

Kunstverein-Vorstand 2026 (v.l.): Erika Rüegg-Ploke, Alois Artho, Ursula Grossfeld, Marie-Eve Hofmann-Marsy, Cornelia Brändli, Patrick Lambertz, Evelyne Glaus und Erik Csosza. Bild: Marie-Eve Hofmann-Marsy
Präsidentin Cornelia Brändli dankte Ingo Giezendanner, Nicole Gärnter und Thomas Lothenbach für die spannenden Führungen (v.l.). Bild: Marie-Eve Hofmann-Marsy

Ausblick

Das Jahresprogramm 2026, das auch auf der Website des Vereins einzusehen ist, wurde gezeigt und für 2027 wieder eine Kunstreise in Aussicht gestellt. Dieses Mal geht es ins deutsche Münster/Westfalen zur «Skulptur Projekte», eine Ausstellung im öffentlichen Raum, die nur alle zehn Jahre stattfindet.

Zudem wurden die Mitglieder gebeten, ihre Ideen, Wünsche und Anregungen für das 20-Jahr-Jubiläum des Vereins im Jahr 2028 dem Vorstand mitzuteilen.

In der tollen Mensa genossen die Mitglieder nach der Sitzung ein sehr feines Nachtessen, vorbereitet und serviert vom ausnehmend freundlichen Serviceteam.

Bilder zum Anlass und weitere Infos zum Kunstverein Oberer Zürichsee finden Sie auf der Website kunstverein-oz.ch.

Marie-Eve Hofmann-Marsy, Kunstverein Oberer Zürichsee/Linth24
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