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Uznach
19.05.2026
21.05.2026 05:48 Uhr

Martin Dilla: «Ich trete an um etwas zu bewirken»

Martin Dilla kandidiert am 14. Juni 2026 für die Wahl als Gemeinderat von Uznach.
Martin Dilla kandidiert am 14. Juni 2026 für die Wahl als Gemeinderat von Uznach. Bild: zVg
Nach dem 1. Wahlgang lag Martin Dilla (SVP) vor Claudia Weber (GLP), die sich zurückzog. Nun unterstützen die Mitte, SP und Grüne einen Parteilosen im 2. Wahlgang. Linth24 befragt Dilla dazu.

Herr Dilla, mit dem Rückzug von Claudia Weber hat sich die Ausgangslage für Wahl vom 14. Juni 2026 verändert. Wie beurteilen Sie die neue Konstellation mit einem neuen Kandidaten?
Wahlen sind gelebte Demokratie und bringen Dynamik mit sich. Der Rückzug von Frau Weber ordnet das Feld neu, was ich mit Respekt zur Kenntnis nehme. Für meine Kandidatur ändert das nichts. Ich möchte der Bevölkerung eine echte Wahl bieten und mich mit frischer Energie für unsere Gemeinde einsetzen.
Mein Fokus bleibt bei den Sachthemen und dem direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Mit Daniel Buschor tritt ein neuer Kandidat an, unterstützt von «Die Mitte, SP und die Grünen». Wie beurteilen Sie das? 
Dass mit Daniel Buschor eine weitere Person zur Wahl steht, ist positiv für den demokratischen Prozess. Jedoch stellt sich die Frage, ob Daniel Buschor wirklich parteilos im Gemeinderat handeln wird oder schlussendlich loyal gegenüber den Parteien ist, die Ihn portiert und finanziert haben. Ungeachtet dessen möchte ich mich auf mein eigenes Profil konzentrieren. Ich trete an um etwas zu bewirken. Die Bürgerschaft wird entscheiden, welche Akzente sie im Gemeinderat verstärken möchte. Dabei ist für mich klar: Ich stehe für eine sachorientierte bürgerliche Stimme.

« «Ein offenes Ohr für alle Anliegen» »
Martin Dilla

Im ersten Wahlgang hatten Sie am meisten Stimmen, verfehlten aber das absolute Mehr knapp. Was wollen Sie nun anders machen, um genügend Unterstützung zu gewinnen?
Das Resultat aus dem ersten Wahlgang war ein grosser Vertrauensbeweis, für den ich sehr dankbar bin. Um nun erneut die Mehrheit zu erreichen,, möchte ich noch stärker auf jene Menschen zugehen, die mich bisher weniger kannten. Als junger Kandidat ist es mir wichtig, zu zeigen, dass ich zwar bürgerliche Werte vertrete, aber  ein offenes Ohr für alle Anliegen habe.

Kritiker sagen, ein «bürgerlicher Gemeinderat» sei für Uznach nicht wünschenswert. Was entgegnen Sie?
Ein Gemeinderat sollte die Vielfalt der Bevölkerung widerspiegeln. Eine bürgerliche Ergänzung sehe ich nicht als Projekt einer Ideologie, sondern als notwendigen Fokus auf eine gesunde Finanzpolitik und pragmatische Lösungen. Angesichts steigender Anforderungen in der Infrastruktur braucht es eine Stimme, die auf Effizienz und langfristige Bezahlbarkeit unserer Vorhaben achtet.

««Mir geht es um Uznach»»
Martin Dilla

Ihre Gegner meinen, es gehe Ihnen mehr um das Amt als um Inhalte. Wofür stehen unabhängig von parteipolitischen Überlegungen?
Mir geht es um Uznach, nicht um das Amt. Ich bin hier zu Hause und möchte dem Ort, dem ich viel verdanke, etwas zurückgeben. Mein Engagement ist geprägt von der Überzeugung, dass wir Lösungen brauchen, die über den Wahltag hinaus Bestand haben. Ich stehe für eine Politik der Tat: Zuhören, die Fakten analysieren und dann gemeinsam entscheiden, und das ohne ideologische Scheuklappen.

Falls Sie gewählt werden: Wie wollen Sie mit einem politisch heterogenen Gemeinderat zusammenarbeiten und  bei Widerstand  aus der Mitte bis Links?
Die Vielfalt der Meinungen ist die Stärke unseres schweizerischen politischen Systems. Im Gemeinderat ist man kein Parteisoldat, sondern Teil einer kollegialen Behörde. Man sollte nie vergessen, dass es um die Bevölkerung geht. Deshalb setze ich auf einen sachlichen Diskurs. Denn wenn man sich in der Sache klar und im Ton fair begegnet, entstehen oft die besten Lösungen

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen für Uznach?
Uznach steht vor wichtigen Weichenstellungen. Dazu gehören eine verantwortungsvolle Entwicklung der Steuern und die Sicherung einer hochwertigen Altersvorsorge. Ebenso drängt die Infrastruktur: Wir müssen das Stauproblem und die Barrierenfrage lösen und gleichzeitig unseren Schulraum fit für die Zukunft machen.

««Fleiss und Respekt vor unseren Institutionen sind die Basis für Erfolg»»
Martin Dilla

Was macht Martin Dilla als Persönlichkeit aus?
Ich bringe die Energie der jungen Generation und die Bodenständigkeit meiner Wurzeln mit. Als Schweizer Bürger mit Einwanderungsgeschichte habe ich gelernt, dass Fleiss und Respekt vor unseren Institutionen die Basis für Erfolg sind. Ich bin dossierfest, lernwillig und pflege einen direkten Umgang mit meinen Mitmenschen.

Bruno Hug, Markus Arnitz
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