Walensee-Egli muss nicht wachsen
Während die Gewässer des Fischereivereins Sarganserland aktuell noch im «Winterschlaf» sind, wird am Walensee fleissig gefischt. Gibt es Bootsfischer, die in einschlägigen Foren den einen oder anderen Erfolg vermelden können, sieht es für Uferangler düster aus.
Der Hecht hat aktuell Schonzeit und der Egli (Flussbarsch) steht derart tief, dass vom Land nahezu keine Aussicht auf Erfolg besteht. Das dürfte ab etwa Juni besser werden, aber Walensee-Fischer ohne Boot wissen: Ein Egli in relevanter Grösse aus diesem Gewässer zu ziehen, ist heute zu jeder Zeit eine Kunst.
Thiel: «Egli aktuell kein Thema»
Nun machen unter Anglerkreisen auch noch Gerüchte Furore, laut denen der Kanton für Egli ein Mindestfangmass von 30 Zentimeter einführen will. Womit sich die Sportangelei auf diesen Fischen praktisch erledigt hätte. Und auch die Preise für die Patente sollen massiv erhöht werden.
Doch stimmt das auch? Dominik Thiel, er ist Leiter des kantonalen Amtes für Natur, Jagd und Fischerei, teilt insbesondere den Egli-Gerüchten eine Absage. «Das ist aktuell kein Thema», so Thiel, der aber auch sagt, «Abklärungen über den Schutz und die Nutzung der Seeforelle und über die Felchenbewirtschaftung sowie über den Schutz der Äsche am Linthkanal sind aber im Gange.» Auch die Gebühren für die Patente würden laufend überprüft.
Eine Änderung sei aber bei keinem dieser Themen beschlossen. Die fischereiliche Bewirtschaftung am Walensee erfolgt im Rahmen der interkantonalen Fischereikommission Zürichsee, Linthkanal und Walensee. Änderungen würden an der Konkordatssitzung jeweils im Juni mit den vier beteiligten Kantonen festgelegt und dann auch kommuniziert.