GZO hat Angebot erhalten
Wie das Finanzportal finews.ch schreibt, ist die Swiss Medical Network, eine Aevis-Beteiligung, bereit, die Weiterführung des Betriebs des Spitals zu sichern. Gemäss einer internen Information an die Mitarbeitenden, welche Zürioberland24 vorliegt, bestätigt der GZO-CEO Hansjörg Herren, dass ein Angebot eingetroffen sei. Herren macht aber keine Angaben zur Herkunft des Angebots. Es werde vertraulich behandelt.
Druck steigt
Die Zeit für das GZO-Spital drängt: Im Mai findet die Gläubigerversammlung statt, an der ihnen das Sanierungskonzept vorgestellt werden soll. Teil des Konzepts ist ein 50-Millionen-Franken-Kredit, der von den Aktionärsgemeinden kommen soll. Doch dafür fehlen gut drei Millionen Franken, da sich die Stimmbevölkerung von Bubikon gegen die Unterstützung ausgesprochen hat (wir berichteten mehrfach). Ausserdem sollen die Gläubiger auf ca. 70 Prozent ihres Geldes verzichten.
Vor wenigen Tagen hat Gregor Greber von der GZO-Creditor-Group gegenüber finews bekräftigt, dass sie dem Sanierungsplan nicht zustimmen werden. Der Investor bezeichnete einen Konkurs vor wenigen Wochen als unvermeidbar und als die beste Lösung. Die Gemeinden könnten das Spital nicht selber tragen und seien nicht die besten Eigentümer, so Greber.
Angebot von Swiss Medical Network?
Die Beteiligungsgesellschaft Swiss Medical Network sagt auf Anfrage von finews, dass Swiss Medical Network bereit stehe, sich für eine Lösung zu engagieren, mit der die Weiterführung des Spitalbetriebs in Wetzikon gesichert werden könnte.
Gegenüber finews bestätigt die GZO AG zwar, dass ein schriftliches Angebot vorliege, das derzeit geprüft werde. GZO-CEO Hansjörg Herren macht jedoch keine Angaben zur Herkunft des Angebots. Das werde vertraulich behandelt. In der Information an die Mitarbeitenden schreibt Herren: «Vor wenigen Tagen ist ein schriftliches Angebot bei uns eingegangen, welches wir nun wie gewohnt sorgfältig prüfen. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, werden wir wieder informieren.» Für den 2. April ist eine Mitarbeiter-Information geplant.
Wie finews aus dem Markt erfahren hat, soll sich die Offerte von dritter Seite für die Übernahme der GZO-Aktiven in Wetzikon aus einer Barkomponente und einer Restrukturierungsanleihe zusammensetzen. Eine Annahme dieses Angebots könnte gemäss finews den Weg ebnen, um einen Konkurs mit Liquidation zu vermeiden und damit die reibungslose Fortführung des Spitalbetriebs zu gewährleisten. Doch auch bei dieser Variante müssten die GZO-Obligationäre wohl einen Schuldenschnitt hinnehmen, der aber wahrscheinlich tiefer ausfallen dürfte als beim bisherigen Sanierungskonzept, vermutet finews.
Themen-Dossier
Weitere Beiträge rund um das GZO-Spital findest du im Online-Dossier auf zuerioberland24.ch.