Die Geschichte dieses Abends im Ullevaal Stadion in Oslo ist schnell erzählt. Schweiz und Norwegen liefern sich ein typisches Testspiel, in dem beide Teams nach Automatismen suchen – und sie kaum finden. Das 0:0 ist die logische Folge eines chancenarmen und ereignislosen Spiels, das keinen Sieger verdient hat.
Schweizer Kontrolle
Die Schweizer kontrollieren in der ersten Halbzeit zwar das Geschehen und kommen auf 67 Prozent Ballbesitz. Doch die Dominanz bleibt wirkungslos. Auf dem holprigen Untergrund fehlt es an Tempo, Präzision und Ideen. Die Offensive der Nati bleibt weitgehend harmlos.
Kurze Annäherung vor der Pause
Erst kurz vor dem Seitenwechsel kommt so etwas wie Torgefahr auf. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit nähern sich die Schweizer dem gegnerischen Tor an – zwingend wird es aber auch dann nicht. Es bleibt bei wenigen Annäherungsversuchen.
Kompletter Wechsel – weniger Intensität
Nach der Pause greift Trainer Murat Yakin konsequent durch und wechselt die gesamte Mannschaft aus. Die Wechselorgie bringt jedoch nicht den erhofften frischen Wind. Stattdessen verliert das Spiel weiter an Intensität.
Offensivaktionen werden noch seltener, das Tempo sinkt weiter. Beide Teams bleiben ideenlos – und die Torhüter verbringen einen weitgehend ruhigen Abend, ohne ernsthaft geprüft zu werden.
Akanji sieht «guten Test»
Das torlose Remis ist deshalb die logische Folge eines wenig unterhaltsamen Testspiels. Verteidiger Manuel Akanji bewertet die Partie dennoch positiv: «Es war ein guter Test heute.» Das Geschehen auf dem Platz spiegelte diese Einschätzung allerdings kaum.