Die monatelange Vorbereitung der academia verlief nicht immer ganz reibungslos, wie Rolf Heeb, der Leiter der academia, am Präsentationsabend in seiner Einleitung verriet. Der deutsche Amtsschimmel hatte teilweise laut gewiehert und nicht alle Projekte wurden auf Anhieb bewilligt, aber für alle Probleme liess sich eine Lösung finden.
Schliesslich packten die jungen Forscherinnen und Forscher ihre Forschungsutensilien in dem Car und später auf die Fähre und machten sich auf den langen Weg zur Insel.
Dort angekommen untersuchten sie beispielsweise auf langen Wattwanderungen die Verbreitung von Wattschnecken, indem literweise Sand gesiebt wurde und darin die zirka fünf Millimeter grossen Schneckenhäuser ausgezählt wurden. Über 9'000 Schnecken wurden schliesslich gezählt.
Eine andere Gruppe widmete sich dem Queller, einer salztoleranten Pflanze, und versuchte die Veränderung der Pflanzen bei unterschiedlichen Salzgehalten zu erfassen.
Wieder andere junge Forschende analysierten den Quecksilbergehalt in Algen, Muscheln und Fischen. Wenig erstaunlich fanden sie in allen Proben Quecksilber in unterschiedlicher Menge, wobei die Grenzwerte bei keiner Probe überschritten wurde.
Beeindruckende Forschung
In drei Vorträgen sowie mit Postern stellten die Mitglieder der Jungendforschungsgruppe ihre Projekte und Resultate vor. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie viele unterschiedliche Forschungsgebiete in den acht Projekten abgedeckt wurden. Die jungen Forscherinnen und Forscher gingen den verschiedenen Forschungsfragen akribisch und auf hohem Niveau nach und dokumentierten ihre Resultate entsprechend.
Der Präsentationsabend war nicht nur Abschluss, sondern läutete auch das neue Forschungsjahr ein, wobei die diesjährige Expedition schon in einem Monat ins Wallis geht.