Insgesamt registrierte die Polizei schweizweit 554'963 Straftaten – 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Grund dafür sind vor allem rückläufige Diebstähle und weniger Cyberkriminalität.
55 Tötungsdelikte mehr
Dem gegenüber steht jedoch ein klarer Anstieg bei schweren Gewaltdelikten. Die Zahl der Tötungsdelikte stieg auf 55 Fälle. Mehr als die Hälfte davon ereignete sich im häuslichen Umfeld. Besonders betroffen sind Frauen: Sie machen über die Hälfte der Opfer aus, im häuslichen Bereich sogar rund drei Viertel.
Häusliche Gewalt nimmt zu
Auch die häusliche Gewalt nimmt weiter zu. Über 22'000 Straftaten wurden in diesem Bereich registriert – ein Höchstwert. Zugenommen haben unter anderem Körperverletzungen, Drohungen und Nötigungen. Deutlich gestiegen sind zudem die Vergewaltigungen (+29 Prozent auf 1402 Fälle). Dies hängt auch mit dem neuen Sexualstrafrecht («Nein heisst Nein») zusammen, das seit Mitte 2024 gilt.
Mehr beschuldigte Ausländer
Bei den Tatverdächtigen zeigt sich: Die Zahl der beschuldigten Schweizer blieb stabil. Dagegen nahm sie bei ausländischen Personen zu – sowohl bei der Wohnbevölkerung (+2,9 Prozent) als auch bei übrigen Ausländern (+1,3 Prozent). Nur in der Asylbevölkerung gab es einen Rückgang.
Die Statistik zeigt damit ein widersprüchliches Bild: weniger Delikte insgesamt, aber mehr schwere Gewalt.