EZL: Business, Abschied und himmlische Töne
Die 9. Ordentliche Generalversammlung 2025 der Energie Zürichsee Linth (EZL) tagte im ENTRA Rapperswil. Im Zentrum der Veranstaltung standen neben den statuarischen Geschäften der Abschied des langjährigen Verwaltungsratspräsidenten Hansruedi Müller und die Wahl neuer Verwaltungsräte.
Solider Erfolg
EZL CEO Ernst Uhler präsentierte im Geschäftsbericht 2024 ein solides finanzielles Ergebnis mit einem stabilen Umsatz, einem Bilanzgewinn von 4’449907 Schweizer Franken und einer weiterhin hohen Investitionsbereitschaft in die Energiewende. Die EZL setzte ihren Fokus auf den Ausbau von Photovoltaikanlagen, den Ausbau des Fernwärmenetzes und die Förderung innovativer Speichertechnologien. Besonders hervorgehoben wurde das Engagement für die regionale Energieversorgung und die kontinuierliche Reduktion von CO2-Emissionen.
Alle Anträge angenommen
Die Aktionäre genehmigten sämtliche Anträge des Verwaltungsrats mit rechnerischen 100%. Die bei jeder Aktionärsversammlung in der Schweiz üblichen Nein-Stimmen und Enthaltungen hatten nicht den geringsten Einfluss auf die Abstimmungsresultate. Diskussionen wurden nicht gewünscht, auch nicht zu den völlig marktgerechten Vergütungen von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung.
Änderungen im Verwaltungsrat
CEO Ernst Uhler verabschiedete an der GV den Austritt der beiden Verwaltungsräte Boris Meier und Stephan Naef. Auch der langjährig erfolgreiche Verwaltungsratspräsident Hansruedi Müller gab sein Amt auf. Bei den Abschiedsworten rangen sowohl Ernst Uhler wie auch Hansruedi Müller einen Moment lang um Fassung. Was bei anderen Firmen bei Abgängen meist von Donnergrollen begleitet ist, wurde bei EZL zum Akt der Herzlichkeit.
Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurden Johannes Kunz als Vertreter der Stadt Rapperswil-Jona, sowie Béatrice Fink aus Zürich und Martin Roth aus Winterthur.
Ökonom und Pfarrer
Nach einem gediegenen Nachtessen, perfekt zubereitet und serviert durch die Compass Group, überraschte CEO Ernst Uhler die Anwesenden mit einem in der ganzen Schweiz bekannten Tausendsassa. Ja, diesen Ausdruck darf man für Ansgar Gmür im besten Sinne benutzen. Der Ökonom und ehemalige Direktor des Hauseigentümerverbands, Vater von Zitat: «drei bildschönen Töchtern» machte im fortgeschrittenen Alter noch einen Master in Theologie und wurde reformierter Pfarrer. Und als solcher riss er das Publikum in einem bühnenreifen Vortrag mit Businessweisheiten und Bibelsprüchen in den Bann. Auch der letzte Kirchenkritiker oder Religionsmüde im Saal konnte sich das Lachen bei Gmür’s mit grossem Temperament vorgetragenen Einblicken in die Geschäfts-, Geschlechts- und Alltagswelt nicht verkneifen.
Der Abend schloss wie die letzten Jahre mit der Heimkehr der vielen zufriedenen Aktionäre.