Wurstkranz 2025: Feuerwerk der Highlights
Jona ohne Schübligbankett der Wurstkranzbrüder? Unmöglich. Undenkbar. Und in der Fasnachtszeit gänzlich unzivilisiert. Das vergangene Jahr mit all seinen Wahlen und Skandalen bot denn auch ein Füllhorn von Gelegenheiten, bekannte Persönlichkeiten in der Stadt auf die Schippe zu nehmen.
Politik, Polen und «P»ollingen
Mit einer Rede, die vor Seitenhieben auf Ereignisse der letzten Monate nur so strotzte, zog Wurstkranz-Obermeister Marc Dufour die 700 anwesenden Gäste das erste Mal in den Bann. Von der Abschaffung der lebenslangen Wurstrente in Anlehnung an den Entscheid des Stadtrats zur Auflösung der Abwahlversicherung, dem ständig leeren Parkplatz auf dem Bloom Areal, gefällten Bäumen an der Zürcherstrasse, dem polnischen Schwanen, einem italienischen Ölbaron (Rocco Delli Colli), der neuen KI namens «Human Under Godfather» (HUG), bis zur launischen Analyse des Wahlkampferfolgs von Barbara Dillier und Joe Kunz, zog Marc Dufour alle Register des ernstgemeinten Humors.
Neue Brüder
Neu in die Fasnachtsbruderschaft vom Wurstkranz Jona aufgenommen wurden Simon Güntensperger und Patrick Dobler. Der Ritterschlag erfolgte wie immer mit der goldenen Wurst.
Darbietungen
Den Anfang machte die Rede der Gastzunft Hilaria. Pascha Reto der Erste zog mit Vergleichen zwischen Jona und Rüti vom Leder.
Um Dimensionen besser als alle Fernsehshows waren die Darbietungen der Wurstkranzbrüder. Emos Rigazzotti (Alfons Amweg) machte mit Gaststar Elna la Douche (Felix Abplanalp) den Auftakt mit derben Sprüchen. Gefolgt von einem Jass in der Wurstkranzbeiz (Hollenstein, Kleemann, Zwanenburg, Marty, Radzinksi), welcher jedes noch so umstrittene Thema des letzten Jahres gnadenlos auf die Schippe nahm.
Im zweiten Teil folgte eine Episode vom Radio Wurstkranz (Villiger, Brönnimann) und die Geschichten aus dem wilden Osten mit Winnetou (Adrian Haller) und Sämi Bräu Lee (Mario Geiger).
Überraschungen
Als Ehrengast erfreute der ehemalige Schwingerkönig Ernst Schläpfer die Gäste mit einen humoristischen Hosenlupf. Die neue Stadtpräsidentin Barbara Dillier zeigte sich schlagfertig auf dem Sofa in der Sternstunde Extrawurst mit Obermeister Marc Dufour. Als weitere Überraschung und als Zeichen der Grösse löste der abgewählte Stadtpräsident Martin Stöckling sein am 11.11. gegebenes Versprechen ein und servierte Barbara Dillier höchstpersönlich des Schüblig. Aus der Engandiner Sonne rauschte der St. Moritzer Gemeindepräsident Christian Jott Jenny ins neblige Linthgebiet. Mit grossem Schwung und Ideenreichtum tat er den Gästen seine Ideen kund, haute die Presse in die Pfanne und bot eine Oscar-reife Vorstellung die den Saal zum Toben brachte.
Ohne Zweifel ist das Schübligbankett DER Termin, der mit fettem Rot in den Kalender gehört. Im nächsten Jahr gilt es, am 12. Februar 2026 frei zu nehmen.