Sanierung Alte Jonastrasse
Die Alte Jonastrasse macht ihrem Namen alle Ehre. Sie ist – alt. Zu alt für eine der meistbefahrenen Achsen in der Stadt. Mit dem Betriebs- und Gestaltungskonzept vor 4 Jahren fiel der Startschuss für das aufwändige Projekt. Am Mittwochabend lud die Stadt zu einer Informationsveranstaltung ein. Nur knapp 70 Personen nahmen sich Zeit für dieses wichtige Bauvorhaben. Am Schluss ging es den Anwesenden nur noch um Velowege und Tempo 30.
Die Übersicht
Nach der Begrüssung durch Bauchef Christian Leutenegger übernahm Stefan Bischof, Leiter Fachbereich Infrastruktur, die Einführung in das komplexe Bauvorhaben. Mit einer ausgezeichneten visuellen Präsentation informierte er über die in sechs Abschnitte aufgeteilte Sanierung und ging im Detail auf die Vorteile und Schwierigkeiten des Projekts ein.
Im Zentrum der Sanierung steht die Sicherheit und Attraktivität für den Langsamverkehr, insbesondere die Schulwegsicherheit. Die Sanierung schafft mehr Platz für Veloverkehr und Fussgänger. Mit der Anpassung von Kreuzungen und Übergängen wird die alte Jonastrasse übersichtlicher gestaltet.
Detailinformation und Mitwirkungsverfahren
In der Präsentation über das Vorprojekt am Mittwochabend sind die massgebenden Veränderungen materiell und visuell aufgeführt. Diese findet sich auf der Website der Stadt.
Der nächste Schritt ist ein Mitwirkungsverfahren zu diesem Vorprojekt vom 12. November bis 11. Dezember 2024. Zu Beginn des Mitwirkungsverfahrens wird in alle Haushaltungen eine Broschüre verteilt und auf der Website der Stadt kann man unter https://mitwirken-rapperswil-jona.ch/de/ (Alte Jonastrasse ab 12. November online) teilnehmen und seine Anliegen platzieren.
Bauchef Christian Leutenegger wies einmal mehr darauf hin, dass die Stadt dankbar um Rückmeldungen sei. Politisch sei die Stadt bereits viele Kompromisse eingegangen und man sei sich bewusst, dass man es nicht allen recht machen könne.
Technisch sei es schwierig, noch etwas zu ändern, meinte Projektleiter Stefan Bischof. Man sei bereits an bis an die Grenzen des Machbaren vorgedrungen.
Fragerunde
Die ersten Fragen kamen von der GLP und der SP und zeigten, dass deren Motive über der Notwendigkeit einer Sanierung der 30 Jahre alten Strasse stehen. Andreas Bisig, GLP, kritisierte das Zögern des Stadtrats, mit der Sanierung auch Tempo 30 einzuführen. Susann Helbling, SP, brachte den Einbahnverkehr wieder zur Sprache.
Weitere Fragen drehten sich um die Auflösung von Parkplätzen; um Befürchtungen, dass die breitere Strasse zu schnellerem Fahren verleite; um das Gesamtverkehrskonzept der Stadt und immer wieder, auch in heftiger Form, um Tempo 30 und den Veloverkehr.
Zum Schluss richtete Bauchef Christian Leutenegger einen Appell an die Anwesenden: Seit 4 Jahren plane man an der Alte Jonastrasse. Jetzt sei es endlich an der Zeit, zu beginnen. Es könne und dürfe nicht sein, dass an dieser Strasse, an welcher seit 30 Jahren nichts gemacht wurde, wieder zugewartet werde, bis sich etwas tut. Man könne nicht immer auf die perfekte Lösung hin warten, die es bei solch komplexen Bauten mit so vielen involvierten Parteien einfach nicht gebe. Gebaut werde sowieso in Etappen und das Gesamtverkehrskonzept könne man auch nicht auf einmal umsetzen.