Guter Neustart für Beck Wick
Dorfbäckereien haben einen schweren Stand. Bedrängt durch Grossverteiler mit ihren charakterlosen Fliessbandbroten und Konsumenten, die keinen Blick mehr für Qualitäts-Handwerk haben, stellen viele unfreiwillig oder aus Altersgründen ihren Betrieb ein. In manchen Gegenden oft ein herber Verlust für das Dorfleben.
Beck bleibt im Dorf
Einen anderen Weg geht Bäcker Mike Wick aus Rapperswil-Jona. Er übernahm am letzten Samstag die ehemalige Dorfbäckerei Huber in Gommiswald. In frischem Kleid, mit neuem Logo und einem herzlich aufgestellten Team bietet er den Gommiswaldern und allen die rund ums Dorf leben oder durch es hindurchfahren, einen Grund, Halt zu machen.
Mehr als «ein Laden»
Brot. Das Manna der Schweizer. Die Bäckerei Wick im Gommiswald erfüllt das, was die meisten Leute jeden Morgen; oder zumindest einmal die Woche am Sonntag; in den Himmel rufen: «Unser täglich Brot gib uns heute.» So ist die Dorfbäckerei von Mike Wick und seinem Team nicht einfach ein «Laden» , sondern ein Tempel des Genusses, ein Ort der bei jedem Kindheitserinnerungen wachhält, wenn man beim Verlassen, den ersten Biss vom Baguette kostet. Oder wenn man das Gekaufte gleich vor der Türe isst, weil der Duft von Berliner oder Gipfeli so unwiderstehlich ist.
Nun liegt es an den Einwohnern zu zeigen, ob sie des Bäckers Handwerk würdig sind. Brot, mit Liebe gemacht (der Schreibende war schon in Mike Wicks Backstube) und mit Herz über die Theke gereicht. Tragen wir Sorge zum Handwerk im Dorf.