Hightech-Geschenk für Hochwasserschutz
Vor knapp 10 Jahren hinterliessen massive Hochwasser ihre Spuren im Linthgebiet. Besonders Schmerikon war davon betroffen. Auch heute noch drohen in den Siedlungsgebieten überschwemmte Strassen und der Überlauf in die Kanalisation.
Grosszügige Mobiliar
Am Dienstagmorgen erfolgte auf dem Areal der Helbling Werft die offizielle Übergabe des modernsten mobilen Hochwasserschutzsystems von der Mobiliar Versicherung an die Feuerwehr Uznach-Schmerikon. An Orten wo ohne oder selbst mit baulichen Massnahmen kein ausreichender Hochwasserschutz besteht, kann die Feuerwehr im Krisenfall rasch unterstützen.
Geschenk mit Weitsicht
Viktor Nikolic, Generalagent der Agentur Rapperswil-Jona meinte in seiner Ansprache, dass Schmerikon nicht zufällig ausgewählt wurde. Das Labor der Mobiliar für Naturrisiken an der Uni Bern habe mit Modellen und Hilfsmitteln die Schweizer Hochwasser-Hotspots ausgemacht, zu denen auch Uznach und Schmerikon gehören
Hightech-Schutz
Entwickelt und gefertigt wurde der 400 Meter lange Mobildeich von der Firma Aeschlimann Hochwasserschutz AG. Das Unternehmen ist domiziliert in den Kantonen Luzern/Obwalden mit Aktivitäten in der Schweiz/Ausland.
Der von Mobiliar finanzierte des AE-Container (Factsheet im PDF unten) im Wert von ca. 400'000 Franken kann für den Objekt- und Linienschutz rasch zum Einsatzort transportiert werden. Die Ladekapazität pro Container beträgt 480 m Doppelschlauch. Das Doppelschlauchsystem mit Seilummantelung ist auf Bobinen gelagert. Im Notfall wird es innert kürzester Zeit ausgerollt, mit Wasser befüllt und mit einer Plane abgedeckt. Aufgrund seines Füllgewichts schwimmt die Einrichtung nicht auf. Das System hält Wasser von 30 cm bis 2.80 m Höhe ab, je nach gewähltem Schlauchdurchmesser. Das Schlauchsystem der neuen Generation ist so konzipiert, dass wenn die maximale Anstauhöhe überschritten wird, überströmendes Stauwasser die Schutzwand nicht gefährdet.
Sinnvolle Schutzmassnahmen
Felix Brunschwiler, Gemeindepräsident von Schmerikon hielt Rückblich auf die Geschichte des Linthgebiets als Schwemmgebiet und mit welchem Aufwand die Menschen zu Zeiten Alfred Eschers das ganze Gebiet mühsam trockenlegten und damit bewohnbar machten. Die meteorologischen Veränderungen der letzten Dekaden würden die Gefahr von Überschwemmungen wieder verstärken.
Die Mobiliar investiert neben der Prävention auch in Schutzmassnahmen. Als genossenschaftlich verankerte Versicherung sei dies Teil der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.