Erfolg, Einigkeit und ein Pfirsich der Witze erzählt
Die Generalversammlung der Raiffeisenbank am Ricken hat längst einen festen Platz im Kalender der Genossenschafter erobert. Nicht allein, weil sie statutengemäss durchgeführt werden muss, sondern weil alle Teilnehmer ein Fest erwartet, welches den Alltag für ein paar Stunden vergessen lässt.
Same procedure as every year.
Den legendären Satz aus dem Silvester-Sketch «Dinner for One» kann man auch auf die Raiffeisen-GV anwenden. Mit dem Unterschied, dass am letzten Freitag 1773 stimmberechtigte Genossenschafter und Genossenschafterinnen den Weg ins Festzelt am Dorfrand von Eschenbach fanden.
Gutes Jahresergebnis
Dank umsichtiger Führung und Handlungen der Bankangestellten in allen Funktionen, konnte Verwaltungsratspräsident Linus Furrer den Anwesenden einmal mehr einen erfreulichen Geschäftsabschluss des vergangenen Jahres präsentieren. Die genossenschaftliche Organisation der Raiffeisenbank ist der Grundpfeiler ihres Erfolges.
Skandale, Krisen, Lohnexzesse? Wer solche Schlagzeilen sucht, der wird bei der Raiffeisenbank nicht fündig. Stattdessen herrschen Stabilität, gesundes Wachstum, Sicherheit und eine Orientierung auf Kundenbedürfnisse, die in der Bankenwelt sonst Seltenheitswert haben.
Zahlen
Eveline Rüegg, Vorsitzende der Bankleitung präsentierte die Kernelemente der Jahresrechnung. Mit einer Bilanzsumme von 1.8 Milliarden Franken ist die Raiffeisenbank am Ricken die grösste Raiffeisenbank in der Region. Der Geschäftsertrag nahm dank steigender Zinsen im vergangenen Jahr um 26.5% zu. Der daraus resultierende Mehrertrag floss in Form von erhöhten Sparzinsen wieder an die Kunden zurück.
«Das Panzerglas ist weg»
Ein Meilenstein war der Umbau des Hauptsitzes in Eschenbach. Der moderne Bau besticht durch eine sehr kundenfreundliche Infrastruktur und attraktive Arbeitsplätze. In der neuen 24-Stunden-Zone kann man jederzeit Ein- und Auszahlungen vornehmen. Ebenso ist der Zugang zu den Tresorfächern rund um die Uhr gewährleistet. Die zeitlich attraktive Erreichbarkeit ist ein weiteres Plus.
Mitarbeitende
Grossen Wert legt die Raiffeisenbank am Ricken auf die Ausbildung und Förderung ihrer Mitarbeitenden. Eveline Rüegg genoss es sichtlich, den Genossenschaftern die erfolgreichen Abschlüsse von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu präsentieren. Die Raiffeisenbank am Ricken begrüsst jedes Jahr auch zwei Auszubildende für das KV mit Berufsmatura.
Abstimmungen
Der gute Geschäftsgang gab keinen Anlass zu Diskussionen. Alle Traktanden wurden mit einer Mehrheit angenommen. Einzig bei der Statutenänderung, welche eine Öffnung der Mitgliedschaft, Diversifikation der Geschäftstätigkeiten, Stärkung der verantwortungsvollen Unternehmensführung und weiteren Formalitäten vorsah, gab es vereinzelte Nein-Stimmen und Enthaltungen. Eine Wortmeldung gab es bei Varia: ein Genossenschafter aus Hintergoldingen wollte Auskunft über die Vergütungen des Verwaltungsrats, welche VR-Präsident Linus Furrer bereitwillig erteilte. Alle sechs Verwaltungsräte erhielten gemeinsam 150'000 Franken im vergangenen Jahr. In anderen Banken in der Schweiz verdient ein einzelner Verwaltungsrat schon mehr als diese Summe.
Raiffeisen-Fest
Die GV ist neben der trockenen Banken-Materie auch und vor allem ein geselliger Anlass. Dass man dabei Essen und Trinken kann, soviel man mag, ist sicher einer der Gründe, weshalb fast 2000 Leute den Weg in das gewaltige Festzelt fanden. Bedient wurden alle, wie gewohnt, von den fleissigen und flinken Mitgliedern der lokalen Vereine.
Der «Pfirsich»
Mit Spannung erwarteten die Genossenschafter das Unterhaltungs-Highlight des Abends. Sie wurden nicht enttäuscht. Ins Scheinwerferlicht trat…Komiker Peach Weber. Peach (englisch für Pfirsich) bespasst die Schweiz seit über 40 Jahren mit Witzen, Klamauk, Gedichten und Liedern. Nicht immer jugendfrei und oft mit einer stupenden Banalität dirigierte er das Publikum zwischen Lachen und Applaus.
Der Abend bot anschliessend noch Gelegenheit für Tanz und Geselligkeit.